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Preise und Auszeichnungen

Spendenaktion 2011 "Aller Ehren wert!"
der bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken

 

 
 
Der Förderverein Schloss Burgtreswitz erfährt hohe Ehrung

Im  Forum der HypoVereinsbank München wurde der Förderverein Schloss Burgtreswitz vor mehr als 200 geladenen Gästen in Anwesenheit von Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch, Regierungspräsidentin Brigitta Brunner, Landrat Simon Wittmann, Bürgermeister Hermann Ach, Moosbach und Altbürgermeister Hans Roßmann, Moosbach für seine Verdienste um den Erhalt des Schlosses Burgtreswitz geehrt und mit dem Denkmalpreis der Hypo-Kulturstiftung 2009 ausgezeichnet. Burgtreswitz und ein Objekt in Wonsees (Landkreis Kulmbach) teilten sich den Hauptpreis von 25.000 Euro. Anerkennungen und jeweils 5.000 Euro erhielten Baudenkmäler in München, Langenzenn, Augsburg, Prackenbach und Engelthal. Es war ein stolzer Tag für den Förderverein, der mit seinem 1. Vorsitzenden Peter Garreiss, Vorstandsmitglied Helga Rast, den Mitgliedern des Bautrupps Erhard Burger, Ernst Fischer, Alfred Gissibl und technischem Leiter Adolf Graf sowie ihren Ehefrauen und dem Architekten Michael Dittmann, Amberg sowie dem Statiker Anton Landgraf, Amberg zu dem Festakt erschienen war und im Jahr 2010 auf 25 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken kann. Nach der Begrüßung des Mitglieds des Vorstandes der HypoVereinsbank Heinz Laber, in der er auf die große Bereitschaft seiner Bank zur Förderung von Kultur, Kunst und Denkmalschutz hinwies, hielt Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch die Festrede. „Denkmäler bilden das historische Rückgrat unseres Bayernlandes", stellte der Minister fest. Sie bringen den Kommunen echte Standortvorteile. Viele Wissenschaftler und ihre Angehörigen schätzen das und leben und arbeiten deshalb in Bayern. Die vorhandene kulturelle Infrastruktur stärke auch den Tourismus. Für den Mittelstand bringe der Denkmalschutz erhebliche Vorteile, denn die damit verbundenen handwerklichen Tätigkeiten seien sehr personalintensiv. Achtzig Prozent der Kosten seien Personalkosten. Im Bayerischen Staatshaushalt stehen 11 Millionen Euro und im Entschädigungsfonds nochmals 23 Millionen für den Denkmalschutz bereit. Der Minister sprach den Preisträgern großes Lob für ihr Engagement aus, das vom Staat und der Hypo-Kulturstiftung belohnt werde. Besonders die Bürgerinitiative des Schlosses Burgtreswitz nannte er hinsichtlich Eigenverantwortung und Innovation als vorbildlich. „Und jetzt freue ich mich auf die Oskarverleihung", übergab der Staatsminister das Mikrofon an Professor Dr. Werner Schiedermair, der als Mitglied der Jury die Begründungen für die Verleihung des Denkmalpreises vortrug. Dieser wies zunächst auf die vielen auszeichnungswürdigen Projekte hin. Zwei Kriterien, nämlich die großen wirtschaftlichen Opfer und die fachgerechte Durchführung der Arbeiten, gaben für die Jury den Ausschlag. „Nur dem ehrenamtlichen, gemeinnützigen, bürgerschaftlichen Einsatz seiner Mitglieder ist die Wiederherstellung der Burg zu verdanken", würdigte Professor Dr. Schiedermair die Arbeit des Fördervereins. In vorbildlicher Weise habe dieser demonstriert, dass es ohne außerordentliche finanzielle Unterstützungen durch öffentliche Institutionen möglich ist, buchstäblich mit „eigener Hand", mit Hand- und Spanndiensten, eine fast zur Ruine verkommene, für die Region aber historisch wichtige Anlage mit Selbstbewusstsein, Können, Verzicht und Enthusiasmus in Stand zu setzen. So sei eine handwerklich sorgfältige, handwerkstechnisch vorbildliche Wiederherstellung des Mauerwerks, der Böden, der Decken, des Daches sowie der Türen und Fenster entstanden. „Nirgendwo im Schloss gibt es Altertümelei. Nirgends hat der Duft des Alten die Vereinsmitglieder zu geschichtsverfälschenden Zutaten verleitet", schwärmte der Professor. Dr. Schiedermair wies auch auf die enormen Leistungen des Schloss-Bautrupps hin. Mehr als 30.000 Arbeitsstunden investierten Vereinsmitglieder ehrenamtlich in „ihre" Burg. Nach gut 20-jähriger Arbeit entstand Schloss Burgtreswitz wieder und wirkt mit seinem gewaltigen Mauerwerk weit in die Landschaft hinein. Besondere freute er sich, dass sich der Förderverein bei den Instandsetzungsarbeiten strikt an die historischen Vorgaben hielt. Das Außenmauerwerk blieb steinsichtig, die Dächer blieben weitgehend geschlossen und immer beschränkten sich die Verantwortlichen darauf, nur das für die Erhaltung des Gebäudes Notwendigste zu verwirklichen. „Mit einer die Jury begeisternden Leistung hat sich der Förderverein Schloss Burgtreswitz um Denkmalschutz und Denkmalpflege im Sinne des Denkmalschutzes der Hypo-Kulturstiftung verdient gemacht", lobte Dr. Schiedermair die Verantwortlichen des Vereins. Gemeinsam mit Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch und Vorstandsmitglied Heinz Laber überreichte er an den 1. Vorsitzenden des Fördervereins Schloss Burgtreswitz, Peter Garreiss, den Denkmalpreis 2009 und auch an die Eigentümer und Vertreter der anderen Denkmäler ihre Preise. Den anschließenden Empfang nutzten die Preisträger zum Erfahrungsaustausch und zur Herstellung von Kontakten. Dabei waren auch die Preisträger 2008 und zahlreiche Architekten mit anwesend.

 

Weitere Informationen

 

  • Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch (links) überreichte mit Vorstandsmitglied Heinz Laber (rechts) an den 1. Vorsitzenden des Fördervereins Schloss Burgtreswitz Peter Garreiss (Mitte) den Denkmalpreis 2009 der Hypo-Kulturstiftung.

  • Die Delegation des Fördervereins Schloss Burgtreswitz mit Vorsitzendem Peter Garreiss (Mitte) und den Mitgliedern des Bautrupps (Erhard Burger 4. von links, Ernst Fischer 2. von rechts, Alfred Gissibl 3. von rechts und Bautruppleiter Adolf Graf 5. von links) freute sich mit Professor Dr. Werner Schiedermair (links), Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch (2. von links), Regierungspräsidentin Brigitta Brunner (3. von links), Landrat Simon Wittmann (6. von rechts), Vorstandsmitglied Heinz Laber (rechts) und Architekt Michael Dittmann (4. von rechts) über die hohe Auszeichnung.

  • alle Preisträger

 


  • Professor Der. Schiedermair


  • Staatsminister Dr. Heubisch


  • Vorsitzender Peter Garreiss, Bürgermeister Hermann Ach, Regierungspräsidentin Brigitta Brunner und Landrat Simon Wittmann (von links)

 
 


  • Bautrupp mit Erhard Burger, Adolf Graf, Ernst Fischer und Alfred Gissibl (von links)


  • mit dabei: Architekt Dittmann, Helga Rast, Marianne Fischer, Edith Gissibl und Altbürgermeister Hans Roßmann (von links)

 


Verleihung des Ehrenzeichens des Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt durch Landrat Simon Wittmann an Erhard Burger, Ernst Fischer, Alfred Gissibl und Adolf Graf (Bautrupp des Fördervereins Schloss Burgtreswitz)

 

Am 3. Juni 2008 wurden Erhard Burger, Ernst Fischer, Alfred Gissibl und Adolf Graf mit dem Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt ausgezeichnet. Die vier Gründungsmitglieder des Fördervereins Schloss Burgtreswitz engagieren sich seit Jahren unter der Leitung von Adolf Graf als unermüdlicher Bautrupp für das Schloss Burgtreswitz.

So wurde zunächst die gesamte Schlossanlage entrümpelt und von Jahrzehnte altem Unrat befreit. Im Torbau wurden ein Granitfußboden verlegt, sanitäre Anlagen eingebaut und die alte Gaststube der Schlossbrauerei wieder hergestellt. Im 1. Stockwerk wurde Raum um Raum für die Unterbringung verschiedener Museen saniert. Hier sind heute das Schlossmuseum, eine alte Schusterwerkstatt, historische Wohn- und Schlafzimmer untergebracht. Im früheren Wohnzimmer der Pfleger werden heute standesamtliche Trauungen durchgeführt. Im Herbst und Winter 2005/2006 wurde der Westflügel des Schlosses restauriert und so die Voraussetzung zur Einrichtung eines Jagdmuseums durch die Kreisgruppe Vohenstrauß des Bayer. Jagdverbandes und des Kreisfischereivereins Vohenstrauß geschaffen. Im Jahre 2007 wurde durch den Bautrupp ein Teil der Kelleräume saniert. Sie werden seit Juli 2007 für öffentliche Veranstaltungen, z. B. als Weinkeller oder als Ausstellungsraum genutzt. Seit Oktober 2007 arbeitet der Bautrupp im Südflügel des Schlosses, um dort die notwendigen Restaurierungen für die Einrichtung einer zentralen Infostelle des Naturparks Nördlicher Oberpfälzer Wald durchzuführen. Schließlich wurde der riesige Dachboden mit unfallsicheren Holzstegen ausgestattet sowie zahlreiche Fenster, Türen und Treppen erneuert.

In mehr als 22.000 freiwilligen, ehrenamtlichen und unentgeltlichen Arbeitsstunden schufen die vier Männer in 20 Jahren das Unglaubliche, nämlich die Öffnung des Schlosses für die Allgemeinheit.

 

Auch Bürgermeister Ach dankte seinen Mitbürgern. Diesen Männern ist es zu verdanken, dass in das Schloss Burgtreswitz nach einem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf wieder Leben eingekehrt ist. Ohne sie gäbe es kein Leben im Schloss. Dank ihnen gilt heute das Schloss Burgtreswitz als kultureller Mittelpunkt der Marktgemeinde Moosbach, der jedes Jahr rund 6.000 Besucher anlockt.
 
 

  
Kulturpreis 2006

Der Förderverein Schloss Burgtreswitz e.V." wurde im Jahre 2006 mit dem Kulturpreis des Landkreises Neustadt a.d.Waldnaab ausgezeichnet.

 
Besondere Erwähnung verdient dabei der "Bautrupp" des Fördervereins mit seinem technischen Leiter Adolf Graf und seinem Team Erhard Burger, Ernst Fischer und Alfred Gissibl. In mehr als 20.000 unentgeltlichen Arbeitsstunden schufen sie die Voraussetzungen, dass das Schloss heute so intensiv genutzt werden kann. Sie entrümpelten das gesamte Schloss und das 4.876 qm große Schlossareal. Im Dachgeschoss wurden Holzstege für die Besucher und Fußböden verlegt. Es wurden Treppen saniert und Fenster erneuert. Im Obergeschoss wurde Raum für Raum restauriert um sie für Museumszwecke nutzen zu können. Auch die Pflegerwohnung wurde instand gesetzt. In ihr finden standesamtliche Trauungen statt. Im Erdgeschoss wurde der Torbau saniert und mit einem Granitpflaster belegt, eine WC-Anlage eingebaut und die drei Gaststubenräume der früheren Schlossbrauerei wieder hergestellt. So können die Gaststube und der Schlosshof heute für private Festlichkeiten vermietet werden. Es ist gar nicht möglich, die vielen Arbeitsleistungen des Bautrupps und seiner weiteren Helfer bis ins letzte Detail aufzuzeigen. Das Schloss Burgtreswitz ist jedenfalls Dank der Arbeit des Fördervereins aus einem jahrzehntelangen "Dornröschenschlaf" erwacht. Für diese besonderen Verdienste wurde der Förderverein Schloss Burgtreswitz e.V. am 6. Oktober 2006 durch Landrat Simon Wittmann im Rahmen eines Festaktes im Schloss mit dem Kulturpreis 2006 des Landkreises Neustadt a. d. Waldnaab ausgezeichnet.
 
 
Die Preisträger:
1. Bürgermeister Hans Roßmann, alfred Gissibl, Ernst Fischer, Adolf Graf, Landrat Simon Wittmann, 1. Vorsitzender Peter Garreiss, Erhard Burger und 2. Vorsitzender Josef Landgraf (von links)

 

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letzte Änderung: 24.11.2017
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